Adidas Supernova Boost-Der Perfekte Laufschuh?

Hey meine Lieben,
seit ca. 2 Monaten beschäftige ich mich jetzt schon intensiv mit dem Thema Laufschuhe und welcher für  mich der richtige ist. Ich habe immer das Problem gehabt, dass ich beim joggen Schmerzen im rechten Fußknöchel und ziemlich schnell Waden Krämpfe bekommen habe und das, obwohl ich teilweise täglich Magnesium zu mir genommen habe. Ich habe tausend Sachen durch probiert, doch nichts hat mir geholfen. Als ich gerade schon Aufgeben wollte, da ich total verzweifelt war und mir das Laufen so einfach keinen Spaß mehr gemacht hat, war meine letzte Hoffnung, dass es vielleicht an den Schuhen liegt und ich einfach nicht den für mich passenden Schuh zum laufen besitze. Allerdings fand ich, dass es doch ziemlich leichtsinnig wäre so viel Geld für einen Schuh auszugeben, wenn ich nicht mal weis ob es wirklich was bringt und habe das Thema erstmal abgehakt.

Vor 2 Monaten dann aber, habe ich meine Lehre im Einzelhandel angefangen und musste somit auf einmal den ganzen Tag stehen. Nach ein paar Tagen, taten meine Füße nicht mehr ganz so weh Abends, wie am Anfang. Klar mein Körper gewöhnte sich langsam an die neuen Umstände. Doch eins blieb und dass waren Knie schmerzen.  Ich habe mich mit meinen Kollegen unterhalten und gefragt, woran das liegen könnte. Fast alle waren sich einig. Es lag an den Schuhen.

Die meisten meiner Kollegen tragen auf der Arbeit Laufschuhe, da diese einfach super bequem sind und zudem noch klasse gedämpft. Das ist perfekt wenn man den ganzen Tag steht. Somit überlegte ich mir jetzt mir einen Laufschuh zu kaufen, der anders ist als mein bisheriger. Sollte ich damit trotzdem nicht Laufen gehen können, wäre er wenigstens nicht umsonnst gewesen. Immerhin habe ich ja nun eine weitere Verwendung für ihn.

Entschlossen habe ich mich letztendlich für den Supernova Boost von Adidas. Ob mir das geholfen hat erfahrt ihr am Ende, nun werde ich ihn euch erst einmal genauer Vorstellen.

Adidas Supernova Boost
Adidas Supernova Boost

Boost? – Was ist das Überhaupt?

Das war die erste Frage die ich mir gestellt habe nach dem ich den Namen gehört habe. Wirklich etwas darunter Vorstellen konnte ich mir um ehrlich zu sein nicht. Damit es euch nicht so geht wie mir werde ich es euch erklären:
Boost ist bei dieser Art von Laufschuh der Name der Dämpfung, bei der es sich um die Mittel sohle handelt. Diese sorgt dafür, dass der Fuß vernünftig abgefedert wird, wenn wir aufkommen. Besonders beim Joggen ist das wichtig, da wir dort schnell mal mit einem vielfachen unseres Körpergewichts aufkommen.

Im Prinzip handelt es sich bei Boost um kleine Kügelchen, diese sehen aus wie Tic Tacs, sind aber mega weich, total elastisch und so gut wie unzerstörbar (ohne Mist, ich habe sogar mit den Zähnen versucht sie kaputt zu machen, ohne Schere? Unmöglich.). Von den kleinen süßen Kugeln wurden dann ca. 2500 Stück genommen und unter Dampf zusammen gepresst. Somit ergibt sich eine super Dämpfung. Beim ersten mal anziehen hat man das Gefühl man läuft auf Polsterfolie oder so etwas. Im ersten Moment ist es komisch, an sich aber super bequem.

Und was ist daran jetzt besser als an anderen Dämpfungen?

Das war die zweite Frage mit der ich mich beschäftigt habe.
Kennt ihr diesen Spruch, ein Laufschuh braucht auch seine Pausen? Sprich man kann ihn nicht jeden Tag tragen? Ich habe das immer für Blödsinn gehalten, aber es steckt wirklich was da hinter. Bei den meisten Sohlen, ist die Dämpfung so gemacht, dass es kleine Zwischenräume gibt, in denen sich Luft befindet. Diese geben eine zusätzliche Dämpfung. Jetzt kommt das große Aber: Lauft ihr mit diesen Schuhen, entweicht nach ein paar Kilometern die Luft aus diesen Zwischenräumen.

Die Folge? Die Schuhe sind nicht mehr so gut gedämpft wie am Anfang und auch die Energierückgewinnung ist nicht mehr so gut. Das heißt also, nach eurem Lauf brauchen die Schuhe eine gewisse Zeit, damit das Material sich wieder “aufstellen” kann, bzw. wieder Zwischenräume bildet und die Luft wieder in diese gelangen kann. Dies ist die Regenerationszeit die gebraucht wird. Das funktioniert am Anfang auch ganz gut, aber irgendwann wird das Material etwas porös und ist somit nicht mehr so elastisch, wodurch die kleinen Zwischenräume immer weniger werden, da sich das Material nicht wieder “aufstellt” und diese sich auch nicht mehr mit Luft füllen.

Ein Laufschuh hält im Schnitt so ca 800-1000 km aus bis die Dämpfung kaputt geht.

Adidas Supernova Boost - von der Seite
Adidas Supernova Boost – von der Seite

Und der Supernova Boost?

Der Supernova Boost braucht keine Regenerationszeit. Dadurch, dass die Kügelchen unter Dampf zusammen gepresst sind, entstehen keine Zwischenräume, aus denen beim Laufen Luft entweichen kann. Das ist auch gar nicht nötig, da die Pellets in der Mittel sohle genug Dämpfen und Energie wieder geben. Somit erschöpft dieser Schuh nicht. Nach 2 Stunden funktioniert er im Prinzip noch genauso gut wie nach 2 Minuten. Auch die Lebensdauer dieses Schuhs ist höher, da dass Material sich nicht wieder “aufstellen” muss wird es nicht so schnell porös. Diese liegt bei ca. 1600 km.
So heißt es zumindest in der Theorie.

Reifensohle?

Dies war der dritte Punkt, der mich an diesem Schuh gewundert hat. Die Außensohle ist nämlich von Continental. Nach dem ich erst einmal darüber lachen musste, dachte ich danach aber, kann ja eigentlich nur gut sein. Immerhin ist es draußen ja auch nicht immer trocken. Und gerade beim Laufen dürfte das doch dann eigentlich von Vorteil sein. Ich meine, was unsere Autos auf den Straßen hält, kann ja wohl kaum schlecht sein für unsere Schuhe?

Adidas und Continental versprechen zumindest, dass man mit dieser Sohle bis zu 30% mehr Grip haben soll, wenn es draußen nass ist, als mit herkömmlichen Sohlen.

Adidas Supernova Boost - Continental Sohle
Adidas Supernova Boost – Continental Sohle

So viele Versprechen – aber welche davon werden gehalten?

Ich bin dem Schuh am Anfang echt kritisch gegenüber getreten, da ich dachte ein Schuh der so viel verspricht, kann unmöglich alles halten. Auch der Preis ist mit seinen ca. 140 Euro nicht unbedingt gering. Nachdem ich jetzt aber so viel über diesen Schuh gelesen habe wollte ich es jetzt wissen. Was kann er wirklich?

Wie oben schon beschrieben, fühlte sich das erste Tragen echt merkwürdig an. Ich merkte aber, dass ich super gefedert wurde, was wirklich sehr angenehm war. Auch meine Knie schmerzen blieben sofort aus.  Für die Arbeit hat der Schuh sich schon mal gelohnt, aber konnte ich damit auch Laufen gehen?

Die Antwort ist ja! Ich hatte weder Schmerzen noch Wadenkrämpfe und ich muss wirklich sagen, dass der Schuh auch wenn man länger läuft gleich bleibt von der Dämpfung her. Auch hatte ich das Gefühl, dass ich einen besseren Grip habe, ob es nun 30% mehr sind kann ich leider nicht sagen. Da ich ihn jeden Tag trage, sowohl zur Arbeit als auch zum Laufen, kann ich auch sagen, dass sich in den 3 Wochen wo ich ihn jetzt habe nichts an der Dämpfung getan hat. Dieser Schuh braucht wirklich keine Pause. Ob er nun 1600 km hält, kann ich euch leider noch nicht sagen, ihr werdet aber aufjedenfall von mir hören, wenn dieser den Geist aufgibt.

Bis jetzt hat der Schuh mich wirklich nicht enttäuscht und ich finde, dass das Geld aufjedenfall gut investiert war.

Zum Abschluss noch ein paar Worte:

Ich bin natürlich keine Expertin was Laufschuhe angeht. Alles was ich euch erzählt habe, stammt aus Nachforschungen die ich angestellt habe. Nur weil ich super gut mit dem Schuh klar komme heißt dies nicht, dass der Schuh für jeden passt. Außerdem: Solltet ihr körperliche Beschwerden haben, geht zum Arzt. Es kann auch durch aus sein, dass ihr eine Fußfehlstellung oder so etwas habt und euch nur Einlagen vernünftig helfen können. Auch ich war vorher beim Orthopäden.

An dieser Stelle möchte ich euch noch einen schönen Tag wünschen und würde mich wirklich über euer Feedback freuen. Auch Fragen beantworte ich wirklich gerne. ☺

Quellen:
Adidas Running Techsheets FW17
bei Adidas direkt

 

 

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